Ihr sorgt euch um den Zusammenhalt im Land? Oder habt den Eindruck, die Gesellschaft driftet auseinander? Das muss nicht so bleiben!

Mit der Initiative #VerständigungsOrte schaffen Kirche und Diakonie Raum für ehrlichen Dialog. #VerständigungsOrte sind Orte zum Reden und Zuhören, entspannen verhärtete Fronten, weiten den Blick und lassen auch mal in die Schuhe der anderen schlüpfen – für mehr Verständnis und gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Euch brennt etwas auf den Nägeln? Ihr sucht einen #VerständigungsOrt in eurer Nähe? Oder ihr wollt selbst einen solchen Ort schaffen? Macht den ersten Schritt!

Infos und Inspiration findet ihr hier.

Stimmen

  1. Ich finde es wichtig, dass Menschen zusammenkommen und miteinander reden. Um Konflikte zu lösen und um sich gegenseitig zu verstehen, muss man aufeinander zugehen und sich mit Respekt begegnen.

    Stefanie Hertel
    Sängerin und Moderatorin
  2. Wir sollten miteinander reden und nicht übereinander schimpfen! Sonst hat unsere Demokratie keine Zukunft und wird unser Zusammenleben von Hass und Feindschaft bestimmt. Deshalb finde ich die Initiative #VerständigungsOrte wunderbar.

    Wolfgang Thierse
    Bundestagspräsident a. D.
  3. Kirche macht hier wirklich, was sie machen sollte: Sie bringt Menschen zusammen, die eine ganz unterschiedliche Meinung haben.

    Mo Asumang
    Regisseurin, Aktivistin, TV-Moderatorin
  4. Das Evangelium ist ein einziger Verständigungsort. Diesen biblischen Faden wollen wir aufnehmen. Jedes verständigende Wort macht einen Unterschied.

    Kirsten Fehrs
    Bischöfin und Ratsvorsitzende der EKD
  5. Dem Eindruck einer zunehmenden gesellschaftlichen Spaltung treten wir entgegen und schaffen Räume, in denen sich Menschen über Probleme austauschen können.

    Rüdiger Schuch
    Präsident der Diakonie Deutschland
  6. Ich erinnere mich an die „Runden Tische“ am Ende der DDR: Verständigung auf Augenhöhe; kontrovers, aber friedlich. In heutigen Umbrüchen sollen Christen wieder Raum schaffen, zuhören und vermitteln.

    Dr. Thomas Schlegel
    Pfarrer und Direktor der Evangelischen Arbeitsstelle midi
  7. Ich fand es total schön, mit unterschiedlichen Menschen ins Gespräch zu kommen, und war auch überrascht, dass es so gut angenommen wurde - ja, dass man zugehört hat. Und das wünsch ich mir, dass es mehr Orte gibt, wo man einander zuhört.

    Nazario Melchionda
    Teilnehmer beim Dialogforum in Ludwigsburg
  8. Super Veranstaltung! Wahnsinnig viele Menschen hier, so viele verschiedene Interessen – und trotzdem irgendwie alle gleich.

    Philipp Rösner
    Teilnehmer beim Dialogforum in Ludwigsburg, Bürgervereinsvorsitzender

Karte

Auf der Karte findet ihr eine Übersicht aller #VerständigungsOrte: Einzelveranstaltungen, regelmäßige Formate und Institutionen. Möchtet ihr mit eurem Projekt dabei sein? Hier eintragen!

Zur Karte

Videos

Highlights aus 2025 und Ankündigung der Startbox

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Startbox #VerständigungsOrte - das Erklärvideo

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Die Initiative – mit Kirsten Fehrs und Rüdiger Schuch

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Der EKD-Friedensbeauftragte Friedrich Kramer stellt die Startbox vor

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#VerständigungsOrte in 160 Sekunden

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Corona-Dialogforum: Erzählen statt urteilen

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How To #VerständigungsOrt

Klima-Dialogforum: Wo Klimaaktivistin und FDP-Chef einander zuhören

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Dialogforum: Frieden schaffen – mit Waffen?!

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Studie

Die Studien liefern euch wertvolle, empirisch fundierte Einsichten zur Stimmungslage der Menschen in Deutschland, zur gefühlten Spaltung der Gesellschaft und zur Notwendigkeit von Verständigung.

Für Veranstaltende

Ihr wollt auch ein Dialogformat schaffen? Hier findet ihr Tipps, Empfehlungen, Coachings, Impulse, Methoden, Material für die Öffentlichkeitsarbeit und Kontakt zu Ansprechpersonen!

Hier geht’s lang

Praxisbeispiele

Die Praxisbeispiele sind Inspirationsquellen und stellen die Vielfalt an möglichen Verständigungsformaten und Begegnungsorten dar. Übernehmt gern Elemente oder geht auf die Ansprechpersonen zu und lernt von ihren Erfahrungen!

Badisch Bullerbü?

Erleben Sie Landwirtschaft im Wandel

@Evangelische Erwachsenenbildung Emmendingen / Breisgau-Hochschwarzwald

Café MIR

Das Friedenscafé

@Ev. Trinitatisgemeinde Kassel / Immanuelkirche

Bubble Crasher

Raus aus der Filterblase!

@Evangelische Akademie Sachsen-Anhalt e.V.

Dialogforum

Die Startbox-Methode

@Ev. Zukunftswerkstatt midi

Sachsen­Sofa

Debatten mit Herz und Haltung

@Evangelische Akademie Sachsen und Katholische Akademie des Bistums Dresden-Meißen

Tisch­­­­gespräch

nach Martin Luther

@Diakonisches Werk evangelischer Kirchen in Niedersachsen e.V.

Lernhaus Osnabrück

Ort der Begegnung und des Dialogs

@Evangelische Erwachsenenbildung Osnabrück

Dialog-Zeit

Gesprächskultur wieder einüben

@Ev. Kirchengemeinde Prenzlauer Berg Nord

Politik, Digga!

Jugendlichen eine Stimme geben

@Diakonie Oberland

LIP

Live in Peace

@Ev.-ref. Kirchengemeinde Helpup

Lebendige Bibliothek Rottweil

Gesprächspartner ausleihen

@Ev. Erwachsenenbildung im Kirchenbezirk Tuttlingen

Wangerland Sofa

Hör mal zu!

@Rogate-Kloster Sankt Michael zu Berlin (Wilhelmshaven)

Auf der Bank ist noch Platz

Pfarrpersonen ansprechbar an öffentlichen Orten

@Ev. Stadt- und Johanneskirche zu Bad Hersfeld

Kontro­versen Raum geben

Ins Gespräch kommen!

@Kirchliche Erwerbsloseninitiative Leipzig

Prekärer Dialog

Sieben Abende

@Evangelische Erwachsenenbildung Thüringen

Denkräume Pforzheim

Schon wieder eine Krise und keiner hört einem zu?

@Bündnis #zusammenhalten in Pforzheim

Das gute Leben

Online-Gesprächsreihe

@Kirchenkreis Schleswig-Flensburg

Mindener Begeg­nungen

Miteinander kochen und ins Gespräch kommen

@Aktion Mindener Bürgerinnen und Bürger

Mit Anders­denkenden reden lernen

Workshop

@Kirchenkreis Schleswig-Flensburg

Wahlmobil-Tour

Mit jungen Menschen über Wahlen ins Gespräch kommen

@Ev. Luth. Landesjugendpfarramt Sachsen

Dialogtag „Suchet der Lausitz Bestes“

Kirche und Politik im Gespräch

@Zentrum für Dialog und Wandel EKBO

Frühstück für AktivistInnen

Frühstücksver­anstaltungen im Kirchraum

@Refo Moabit – Kirche im Kiez

Auf Social Media

Presse

Pressevertreter*innen finden hier alle wichtigen Infos.

Mehr dazu

FAQ

Grundlegendes & Motivation

Was ist ein Verständigungsort?

Ein Verständigungsort ist ein Ort oder Format, an dem Menschen mit unterschiedlichen Meinungen und Lebensrealitäten zusammenkommen, um miteinander zu reden und einander zuzuhören. Durch persönlichen Erfahrungsaustausch können Vorurteile abgebaut und verhärtete Fronten entspannt werden. Verständigungsorte sind in Methode und Format vielfältig, wie die Karte und die Praxisbeispiele zeigen. Als Initiative empfehlen wir, die Tipps für Verständigung zu beachten oder die Startbox zu nutzen.

Wieso engagieren sich Kirche und Diakonie dafür?

Kommunikation, Verständigung und Versöhnung sind tief in der DNA christlichen Glaubens verankert. Schon die Bibel ist voller Geschichten von Streit und Spaltungen, zeigt aber vor allem immer wieder Wege zur Versöhnung, die oft an konkreten Orten wie Tischen, Toren oder Brunnen möglich wird. Aus dem christlichen Menschenbild und Werten wie Nächsten- und Feindesliebe heraus schaffen wir Räume, in denen alle Stimmen gehört werden und gegenseitiger Respekt gilt. Zudem bringen Kirche und Diakonie wertvolle Erfahrung mit: in Moderation, Seelsorge, der Gestaltung von Gemeinschaftsprozessen und der Haltung der Hoffnung. Gesellschaft aktiv mitzugestalten und den Zusammenhalt vor Ort zu stärken, ist seit jeher Anliegen von Kirche und Diakonie. Mehr dazu im Impulspapier „Geistliche und theologische Motive“.

Wieso brauchen wir Verständigungsorte?

2025 hat midi eine Studie zur Stimmungslage in Deutschland vorgelegt. 82 % der Deutschen nehmen demnach eine Spaltung der Gesellschaft wahr. Insbesondere bei polarisierenden Themen ist ein respektvoller Austausch kaum noch möglich. Orte, an denen Menschen aus unterschiedlichen Bubbles einander begegnen, werden immer rarer. Wenn wir solche Räume nicht gezielt stärken, droht das Gespräch komplett abzubrechen, Vorurteile verfestigen sich zu Feindbildern und der gesellschaftliche Zusammenhalt wie auch unsere Demokratie – die auf Kompromissen basiert – geraten ins Wanken. Verständigungsorte reagieren darauf: Sie brechen Filterblasen auf, schaffen persönliche Begegnungen, die Vorurteile abbauen und bieten Räume, um Konflikte zu bearbeiten.

Wer kann mitmachen?

Jedes Projekt, das kirchlich oder diakonisch getragen oder vernetzt ist, kann seine Angebote auf der Karte eintragen und sich im Bereich Für Veranstaltende an Tipps und Material bedienen. Ihr könnt Einzelveranstaltungen und Veranstaltungsreihen eintragen – oder euren Veranstaltungsort, sofern ihr regelmäßig Verständigungsformate anbietet. Denkt daran, das Logo und den Hashtag #VerständigungsOrte in eurer Öffentlichkeitsarbeit zu nutzen, damit ihr als Teil der Initiative sichtbar seid.

Was ist das Ziel eines Verständigungsorts?

Das Hauptziel ist nicht der Konsens, sondern wachsendes Verständnis füreinander. Wenn Menschen am Ende eines Austauschs sagen: „Ich teile deine Meinung zwar immer noch nicht, aber ich verstehe jetzt besser, warum du so denkst“, ist enorm viel gewonnen.

Selbst aktiv werden & Formate umsetzen

Wie anfangen?

Ihr müsst das Rad nicht neu erfinden! Die Website bietet euch erprobte Werkzeuge, Vorlagen und Methoden. Zum Einstieg empfehlen wir die Tipps für Verständigung sowie die Schritt-Für-Schritt-Anleitung der Startbox. Alternative Formate lernt ihr in der Rubrik Praxisbeispiele kennen, unter „Für Veranstaltende" findet ihr eine Schatzkiste mit Impulsen & Methoden - die stetig ergänzt wird.

Wir haben wenig Zeit. Wie stellen wir so ein Format schnell auf die Beine?

Ehrliche Antwort: Vorbereitung braucht Zeit – und das ist gut so! Vorab viel zu reden, im Team zu planen und Klarheit für eure Ziele und die Methodik zu erlangen, stellt sicher, dass das spätere Gespräch gelingt. Der Aufwand lohnt sich. Wenn es schnell gehen muss, empfehlen wir, die fertige Methodik inkl. anpassbarer Materialien der Startbox zu nutzen oder eine externe Moderation einzukaufen.

Wie bringen wir verschiedene Bubbles zusammen?

Das ist nicht ohne - aber das A und O eines Verständigungsorts. Kurze Antwort: Indem ihr gemeinsam mit anderen und zielgruppenorientiert plant. Wenn unterschiedliche Organisationen (z. B. Kirche, Sportverein und Feuerwehr) gemeinsam einladen, wird es wahrscheinlicher, dass sich Menschen aus verschiedenen Blasen angesprochen fühlen. Die Studienergebnisse zeigen, dass es vier Grundhaltungen in Deutschland gibt – wobei nur eine der Kirche nahesteht. Schließt euch deshalb mit zivilgesellschaftlichen Partnern zusammen und entwickelt gemeinsam Thema, Ort und Format passend zur Zielgruppe bzw. den Bubbles, die ihr beim Gespräch beteiligen möchtet. Konkrete Tipps zur Ansprache findet ihr im Handlungsleitfaden "Verständigungsorte zielgruppenorientiert gestalten".

Es soll nicht immer so schwer und ernst sein. Was empfiehlt ihr?

Verständigung darf leicht sein und Spaß machen! Begegnung klappt sehr gut über gemeinsame Aktivitäten – wie Kochen, Musik, Kultur oder kreative Einstiege. Klickt euch zur Inspiration durch die Impulse & Methoden oder die WIR & HIER Toolbox. Auf der Karte sind schon jetzt vielfältige Formate sichtbar: z. B. Kusel frühstückt, der Garten der Religionen oder die Lebendige Bibliothek Rottweil. Wenn ihr ein klassisches Dialogformat plant, achtet auf Wohlfühl-Elemente wie Snacks, angenehmes Licht, eine nicht-hierarchische Bestuhlung oder Snacks und Getränke.

Gibt es finanzielle Förderung?

Viele Landeskirchen, Kirchenkreise und Landesverbände unterstützen entsprechende demokratiefördernde Vorhaben. Eine formlose Anfrage lohnt sich! Lasst euch auch von den Fundraising- und Fördermittelbeauftragten eurer Landeskirche oder eures Landesverbands beraten. Und scheut euch nicht, Sponsor*innen zu suchen. Vor allem Unternehmen haben ein großes Interesse an einem guten Miteinander in ihrer Region und sind oft (anonym) bereit, Vorhaben zu unterstützen. Weitere Fördermöglichkeiten sind in der Rubrik Finanzierung verlinkt.

Haltung & Sicherheit

„Alles darf gesagt werden.“ Das klingt riskant – wie schützen wir das Format vor Eskalation?

Verständigungsorte sind nicht dafür da, um menschenverachtende Aussagen und Hass zu verbreiten. Das muss ganz klar benannt sein. Um einen möglichst geschützten Raum (Safer Space) zu schaffen, braucht es klare Spielregeln, gute Vorbereitung und erfahrene Moderation. In der Startbox sind ein geistliches Haltungstraining sowie ein Awareness-Leitfaden enthalten. Regelmäßig finden Coachings zu diesen Themen statt. Zur Beratung oder für Schulungen empfehlen wir z. B. die Initiative Awareness.

Vernetzung & Kontakt

Gibt es Austauschmöglichkeiten mit anderen Engagierten?

Aktuelle Termine für Austausch und Fortbildung findet ihr unter Coachings & Workshops. Schreibt uns gern, wenn ihr weiteren Bedarf habt – wir öffnen gern entsprechende digitale Räume.

Was zeigt die Karte an und wie können wir uns eintragen?

Die interaktive Karte wird kontinuierlich gepflegt. Sie zeigt nicht nur bevorstehende Einzeltermine, sondern auch vergangene Praxisbeispiele sowie Institutionen und Orte, die regelmäßig Dialogformate anbieten. Sie versteht sich vor allem als Hoffnungszeichen und Mutmacher: Sie zeigt, wie viele Menschen deutschlandweit gemeinsam unterwegs sind! Über den gelben Button bzw. das Plus + ein Projekt eintragen könnt ihr mit wenigen Klicks euren Verständigungsort einreichen.

Was hat es mit dem Hashtag #VerständigungsOrte auf sich?

Über den Hashtag wird das vielfältige Engagement in den sozialen Medien sichtbar. Wenn ihr eine Veranstaltung ankündigt, nutzt #VerständigungsOrte! So vergrößern wir gemeinsam die Reichweite und zeigen, wie sich Kirche und Diakonie für den gesellschaftlichen Zusammenhalt stark machen. Auf der Social Wall werden die vielen verschiedenen Beiträge sichtbar. Lasst euch inspirieren!

Ich habe noch Fragen – wen kann ich kontaktieren?

Kontaktiert die Ansprechperson in eurer Landeskirche bzw. eurem Landesverband oder schreibt an verstaendigungsorte@mi-di.de. Wir freuen uns auf eure Nachrichten!

Kontakt

Ihr habt noch Fragen? Meldet euch bei uns oder kontaktiert die Ansprechperson in eurer Landeskirche oder eurem Landesverband!

verstaendigungsorte@mi-di.de
Du möchtest Verständigung fördern?

Unterstütze uns mit einer Spende an:

Diakonie Deutschland

BIC: GENODEF1EK1
Evangelische Bank eG

Stichwort:
#VerständigungsOrte