Ihr sorgt euch um den Zusammenhalt im Land? Oder habt den Eindruck, die Gesellschaft driftet auseinander? Das muss nicht so bleiben!
Mit der Initiative #VerständigungsOrte schaffen Kirche und Diakonie Raum für ehrlichen Dialog. #VerständigungsOrte sind Orte zum Reden und Zuhören, entspannen verhärtete Fronten, weiten den Blick und lassen auch mal in die Schuhe der anderen schlüpfen – für mehr Verständnis und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Euch brennt etwas auf den Nägeln? Ihr sucht einen #VerständigungsOrt in eurer Nähe? Oder ihr wollt selbst einen solchen Ort schaffen? Macht den ersten Schritt!
Infos und Inspiration findet ihr hier.
Stimmen
Karte
Auf der Karte findet ihr eine Übersicht aller #VerständigungsOrte: Einzelveranstaltungen, regelmäßige Formate und Institutionen. Möchtet ihr mit eurem Projekt dabei sein? Hier eintragen!
Videos
Highlights aus 2025 und Ankündigung der Startbox
Startbox #VerständigungsOrte - das Erklärvideo
Die Initiative – mit Kirsten Fehrs und Rüdiger Schuch
Der EKD-Friedensbeauftragte Friedrich Kramer stellt die Startbox vor
#VerständigungsOrte in 160 Sekunden
Corona-Dialogforum: Erzählen statt urteilen
How To #VerständigungsOrt
Klima-Dialogforum: Wo Klimaaktivistin und FDP-Chef einander zuhören
Dialogforum: Frieden schaffen – mit Waffen?!
Studie
Die Studien liefern euch wertvolle, empirisch fundierte Einsichten zur Stimmungslage der Menschen in Deutschland, zur gefühlten Spaltung der Gesellschaft und zur Notwendigkeit von Verständigung.
Praxisbeispiele
Die Praxisbeispiele sind Inspirationsquellen und stellen die Vielfalt an möglichen Verständigungsformaten und Begegnungsorten dar. Übernehmt gern Elemente oder geht auf die Ansprechpersonen zu und lernt von ihren Erfahrungen!
Badisch Bullerbü?
Erleben Sie Landwirtschaft im Wandel
@Evangelische Erwachsenenbildung Emmendingen / Breisgau-Hochschwarzwald
Café MIR
Das Friedenscafé
@Ev. Trinitatisgemeinde Kassel / Immanuelkirche
Bubble Crasher
Raus aus der Filterblase!
@Evangelische Akademie Sachsen-Anhalt e.V.
Dialogforum
Die Startbox-Methode
@Ev. Zukunftswerkstatt midi
SachsenSofa
Debatten mit Herz und Haltung
@Evangelische Akademie Sachsen und Katholische Akademie des Bistums Dresden-Meißen
Tischgespräch
nach Martin Luther
@Diakonisches Werk evangelischer Kirchen in Niedersachsen e.V.
Lernhaus Osnabrück
Ort der Begegnung und des Dialogs
@Evangelische Erwachsenenbildung Osnabrück
Dialog-Zeit
Gesprächskultur wieder einüben
@Ev. Kirchengemeinde Prenzlauer Berg Nord
Politik, Digga!
Jugendlichen eine Stimme geben
@Diakonie Oberland
LIP
Live in Peace
@Ev.-ref. Kirchengemeinde Helpup
Lebendige Bibliothek Rottweil
Gesprächspartner ausleihen
@Ev. Erwachsenenbildung im Kirchenbezirk Tuttlingen
Wangerland Sofa
Hör mal zu!
@Rogate-Kloster Sankt Michael zu Berlin (Wilhelmshaven)
Auf der Bank ist noch Platz
Pfarrpersonen ansprechbar an öffentlichen Orten
@Ev. Stadt- und Johanneskirche zu Bad Hersfeld
Kontroversen Raum geben
Ins Gespräch kommen!
@Kirchliche Erwerbsloseninitiative Leipzig
Prekärer Dialog
Sieben Abende
@Evangelische Erwachsenenbildung Thüringen
Denkräume Pforzheim
Schon wieder eine Krise und keiner hört einem zu?
@Bündnis #zusammenhalten in Pforzheim
Das gute Leben
Online-Gesprächsreihe
@Kirchenkreis Schleswig-Flensburg
Mindener Begegnungen
Miteinander kochen und ins Gespräch kommen
@Aktion Mindener Bürgerinnen und Bürger
Mit Andersdenkenden reden lernen
Workshop
@Kirchenkreis Schleswig-Flensburg
Wahlmobil-Tour
Mit jungen Menschen über Wahlen ins Gespräch kommen
@Ev. Luth. Landesjugendpfarramt Sachsen
Dialogtag „Suchet der Lausitz Bestes“
Kirche und Politik im Gespräch
@Zentrum für Dialog und Wandel EKBO
Frühstück für AktivistInnen
Frühstücksveranstaltungen im Kirchraum
@Refo Moabit – Kirche im Kiez
Presse
Pressevertreter*innen finden hier alle wichtigen Infos.
FAQ
Grundlegendes & Motivation
Was ist ein Verständigungsort?
Ein Verständigungsort ist ein Ort oder Format, an dem Menschen mit unterschiedlichen Meinungen und Lebensrealitäten zusammenkommen, um miteinander zu reden und einander zuzuhören. Durch persönlichen Erfahrungsaustausch können Vorurteile abgebaut und verhärtete Fronten entspannt werden. Verständigungsorte sind in Methode und Format vielfältig, wie die Karte und die Praxisbeispiele zeigen. Als Initiative empfehlen wir, die Tipps für Verständigung zu beachten oder die Startbox zu nutzen.
Wieso engagieren sich Kirche und Diakonie dafür?
Kommunikation, Verständigung und Versöhnung sind tief in der DNA christlichen Glaubens verankert. Schon die Bibel ist voller Geschichten von Streit und Spaltungen, zeigt aber vor allem immer wieder Wege zur Versöhnung, die oft an konkreten Orten wie Tischen, Toren oder Brunnen möglich wird. Aus dem christlichen Menschenbild und Werten wie Nächsten- und Feindesliebe heraus schaffen wir Räume, in denen alle Stimmen gehört werden und gegenseitiger Respekt gilt. Zudem bringen Kirche und Diakonie wertvolle Erfahrung mit: in Moderation, Seelsorge, der Gestaltung von Gemeinschaftsprozessen und der Haltung der Hoffnung. Gesellschaft aktiv mitzugestalten und den Zusammenhalt vor Ort zu stärken, ist seit jeher Anliegen von Kirche und Diakonie. Mehr dazu im Impulspapier „Geistliche und theologische Motive“.
Wieso brauchen wir Verständigungsorte?
2025 hat midi eine Studie zur Stimmungslage in Deutschland vorgelegt. 82 % der Deutschen nehmen demnach eine Spaltung der Gesellschaft wahr. Insbesondere bei polarisierenden Themen ist ein respektvoller Austausch kaum noch möglich. Orte, an denen Menschen aus unterschiedlichen Bubbles einander begegnen, werden immer rarer. Wenn wir solche Räume nicht gezielt stärken, droht das Gespräch komplett abzubrechen, Vorurteile verfestigen sich zu Feindbildern und der gesellschaftliche Zusammenhalt wie auch unsere Demokratie – die auf Kompromissen basiert – geraten ins Wanken. Verständigungsorte reagieren darauf: Sie brechen Filterblasen auf, schaffen persönliche Begegnungen, die Vorurteile abbauen und bieten Räume, um Konflikte zu bearbeiten.
Wer kann mitmachen?
Jedes Projekt, das kirchlich oder diakonisch getragen oder vernetzt ist, kann seine Angebote auf der Karte eintragen und sich im Bereich Für Veranstaltende an Tipps und Material bedienen. Ihr könnt Einzelveranstaltungen und Veranstaltungsreihen eintragen – oder euren Veranstaltungsort, sofern ihr regelmäßig Verständigungsformate anbietet. Denkt daran, das Logo und den Hashtag #VerständigungsOrte in eurer Öffentlichkeitsarbeit zu nutzen, damit ihr als Teil der Initiative sichtbar seid.
Was ist das Ziel eines Verständigungsorts?
Das Hauptziel ist nicht der Konsens, sondern wachsendes Verständnis füreinander. Wenn Menschen am Ende eines Austauschs sagen: „Ich teile deine Meinung zwar immer noch nicht, aber ich verstehe jetzt besser, warum du so denkst“, ist enorm viel gewonnen.
Selbst aktiv werden & Formate umsetzen
Wie anfangen?
Ihr müsst das Rad nicht neu erfinden! Die Website bietet euch erprobte Werkzeuge, Vorlagen und Methoden. Zum Einstieg empfehlen wir die Tipps für Verständigung sowie die Schritt-Für-Schritt-Anleitung der Startbox. Alternative Formate lernt ihr in der Rubrik Praxisbeispiele kennen, unter „Für Veranstaltende" findet ihr eine Schatzkiste mit Impulsen & Methoden - die stetig ergänzt wird.
Wir haben wenig Zeit. Wie stellen wir so ein Format schnell auf die Beine?
Ehrliche Antwort: Vorbereitung braucht Zeit – und das ist gut so! Vorab viel zu reden, im Team zu planen und Klarheit für eure Ziele und die Methodik zu erlangen, stellt sicher, dass das spätere Gespräch gelingt. Der Aufwand lohnt sich. Wenn es schnell gehen muss, empfehlen wir, die fertige Methodik inkl. anpassbarer Materialien der Startbox zu nutzen oder eine externe Moderation einzukaufen.
Wie bringen wir verschiedene Bubbles zusammen?
Das ist nicht ohne - aber das A und O eines Verständigungsorts. Kurze Antwort: Indem ihr gemeinsam mit anderen und zielgruppenorientiert plant. Wenn unterschiedliche Organisationen (z. B. Kirche, Sportverein und Feuerwehr) gemeinsam einladen, wird es wahrscheinlicher, dass sich Menschen aus verschiedenen Blasen angesprochen fühlen. Die Studienergebnisse zeigen, dass es vier Grundhaltungen in Deutschland gibt – wobei nur eine der Kirche nahesteht. Schließt euch deshalb mit zivilgesellschaftlichen Partnern zusammen und entwickelt gemeinsam Thema, Ort und Format passend zur Zielgruppe bzw. den Bubbles, die ihr beim Gespräch beteiligen möchtet. Konkrete Tipps zur Ansprache findet ihr im Handlungsleitfaden "Verständigungsorte zielgruppenorientiert gestalten".
Es soll nicht immer so schwer und ernst sein. Was empfiehlt ihr?
Verständigung darf leicht sein und Spaß machen! Begegnung klappt sehr gut über gemeinsame Aktivitäten – wie Kochen, Musik, Kultur oder kreative Einstiege. Klickt euch zur Inspiration durch die Impulse & Methoden oder die WIR & HIER Toolbox. Auf der Karte sind schon jetzt vielfältige Formate sichtbar: z. B. Kusel frühstückt, der Garten der Religionen oder die Lebendige Bibliothek Rottweil. Wenn ihr ein klassisches Dialogformat plant, achtet auf Wohlfühl-Elemente wie Snacks, angenehmes Licht, eine nicht-hierarchische Bestuhlung oder Snacks und Getränke.
Gibt es finanzielle Förderung?
Viele Landeskirchen, Kirchenkreise und Landesverbände unterstützen entsprechende demokratiefördernde Vorhaben. Eine formlose Anfrage lohnt sich! Lasst euch auch von den Fundraising- und Fördermittelbeauftragten eurer Landeskirche oder eures Landesverbands beraten. Und scheut euch nicht, Sponsor*innen zu suchen. Vor allem Unternehmen haben ein großes Interesse an einem guten Miteinander in ihrer Region und sind oft (anonym) bereit, Vorhaben zu unterstützen. Weitere Fördermöglichkeiten sind in der Rubrik Finanzierung verlinkt.
Haltung & Sicherheit
„Alles darf gesagt werden.“ Das klingt riskant – wie schützen wir das Format vor Eskalation?
Verständigungsorte sind nicht dafür da, um menschenverachtende Aussagen und Hass zu verbreiten. Das muss ganz klar benannt sein. Um einen möglichst geschützten Raum (Safer Space) zu schaffen, braucht es klare Spielregeln, gute Vorbereitung und erfahrene Moderation. In der Startbox sind ein geistliches Haltungstraining sowie ein Awareness-Leitfaden enthalten. Regelmäßig finden Coachings zu diesen Themen statt. Zur Beratung oder für Schulungen empfehlen wir z. B. die Initiative Awareness.
Vernetzung & Kontakt
Gibt es Austauschmöglichkeiten mit anderen Engagierten?
Aktuelle Termine für Austausch und Fortbildung findet ihr unter Coachings & Workshops. Schreibt uns gern, wenn ihr weiteren Bedarf habt – wir öffnen gern entsprechende digitale Räume.
Was zeigt die Karte an und wie können wir uns eintragen?
Die interaktive Karte wird kontinuierlich gepflegt. Sie zeigt nicht nur bevorstehende Einzeltermine, sondern auch vergangene Praxisbeispiele sowie Institutionen und Orte, die regelmäßig Dialogformate anbieten. Sie versteht sich vor allem als Hoffnungszeichen und Mutmacher: Sie zeigt, wie viele Menschen deutschlandweit gemeinsam unterwegs sind! Über den gelben Button bzw. das Plus + ein Projekt eintragen könnt ihr mit wenigen Klicks euren Verständigungsort einreichen.
Was hat es mit dem Hashtag #VerständigungsOrte auf sich?
Über den Hashtag wird das vielfältige Engagement in den sozialen Medien sichtbar. Wenn ihr eine Veranstaltung ankündigt, nutzt #VerständigungsOrte! So vergrößern wir gemeinsam die Reichweite und zeigen, wie sich Kirche und Diakonie für den gesellschaftlichen Zusammenhalt stark machen. Auf der Social Wall werden die vielen verschiedenen Beiträge sichtbar. Lasst euch inspirieren!
Ich habe noch Fragen – wen kann ich kontaktieren?
Kontaktiert die Ansprechperson in eurer Landeskirche bzw. eurem Landesverband oder schreibt an verstaendigungsorte@mi-di.de. Wir freuen uns auf eure Nachrichten!