Restart! Nach der Pandemie wieder in Schwung kommen

Wie können Gemeinden nach über zwei Jahren Corona wieder Tritt fassen und neue Zuversicht und Energie für die Zukunft gewinnen? Dieser Frage widmete sich die zweite Auflage des midi.lab, eines neuen digitalen Werkstattformats der „Evangelischen Arbeitsstelle für missionarische Kirchenentwicklung und diakonische Profilbildung“, das am 20. Mai 2022 mit Haupt- und Ehrenamtlichen aus ganz Deutschland stattfand.

Dabei gilt vor allem: Gott ist ein Fan und ein Ermöglicher von Neustarts – von den Urvätern und -müttern Israels über Jesus Christus bis heute. Gott fängt unsere Überforderung auf, lässt Vergangenheit Vergangenheit sein und eröffnet Zukunft af. Auf Grundlage dieser geistlichen Grundeinsicht widmeten sich die Beteiligten der Frage, wie ein echter Restart! möglich wird.

 Ausgangspunkt der Diskussion waren dabei sieben Thesen zum Neuanfang

  1. ReStart! heißt: Den Neuanfang nicht als Rückkehr zum vorpandemischen Zustand, sondern als Aufbruch zu verstehen.
  2. ReStart! heißt: Die vergangenen zwei Jahre nicht einfach abhaken, sondern die Erlebnisse der Pandemie reflektieren und aufarbeiten.
  3. ReStart! heißt: Die Infragestellungen des bisherigen Gemeindebildes durch die Pandemie wahrnehmen und diskutieren.
  4. ReStart! heißt: Die Chancen zur Exnovation und zur Innovation nutzen und mit Menschen über ihre Erwartungen ins Gespräch kommen.
  5. ReStart! heißt: Die guten Erfahrungen evaluieren und überlegen, wie sie nachhaltig fortgeführt werden können.
  6. ReStart! heißt: Alte und neue Menschen für erneuerte und ganz neue Angebote zu begeistern und selbst deren „Why“ wieder zu entdecken.
  7. ReStart! heißt: Die Kernkompetenz des Evangeliums wieder ins Spiel, ins Gespräch und in die Gesellschaft bringen.

Deutlich wurde, dass ein Restart! in der Regel nicht ruckartig erfolgen kann, sondern einem Prozess mit je unterschiedlichen Geschwindigkeiten gleicht. Wir brauchen eine „Wiedereingliederungsphase“, nachdem wir über zwei Jahre am offenen Herzen unserer Kirche gearbeitet haben. Die meisten Engagierten waren in der Pandemiezeit in der Regel nicht weniger, sondern angesichts nötiger Doppelplanungen und Neukonzipierungen der Arbeit noch stärker beansprucht als zuvor. Entsprechend benötigt auch das Erleben von Ausgebremst-Sein, Scheitern und Kraftlosigkeit seinen Raum, ebenso wie mittlerweile verfestigte Entwöhnungen und neue Gewohnheiten (Stichwort Gottesdienstbeteiligung) Akzeptanz erfordern.

Nun gilt es, neu gemachte gute Erfahrungen während der Pandemie mit der Forderung nach einem Wieder-Hochfahren des Prä-Corona-Niveaus in eine sinnvolle Abstimmung zu bringen, ohne in eine reine Addition zu verfallen, die Ehren- wie Hauptamtliche notwendig überfordert. Wie das gelingen kann und welche Chancen darin liegen, die Krise als Anlass zum Neustart zu begreifen, wurde in den themenspezifischen Arbeitsgruppen begreifbar. Hier ein paar Eindrücke dazu.

1. Kulturarbeit und Gruppen (Input: Matthias Kleiböhmer, Creative Kirche)

Die Creative Kirche (Witten), die die Kraft der Kunst in der Kirche entfalten möchte, hat nicht nur viele Veranstaltungen absagen müssen, sie erlebt auch weiterhin massiv verringerte Anmeldezahlen. Wesentlich waren dabei folgende Beobachtungen:

  • Die Zukunft ist schon da. Das heißt: Die Pandemie hat sich als Beschleunigerin von ohnehin absehbaren Entwicklungen in der Kirche erwiesen.
  • Ein Restart! ist eher eine Fahrt auf Sicht als eine Rakete. Auch in den kommenden Monaten wird es vor allem darum gehen, klug und spontan auf Gefühle und Erwartungen der Menschen zu reagieren
  • Dabei gilt: Gegen Gefühle kann man nicht werben. Wenn Menschen Angst haben, hilft das tollste Plakat nichts. Das Wichtigste ist deshalb der Kontakt zu den Menschen.
  • Das Erlebnis muss etwas besonders bleiben. Gerade in unsicheren Zeiten sollten wir keine Abstriche an der Qualität machen.
  • Das heißt auch: Es ist jetzt eine Zeit der Aussaat. Wir müssen emotional und finanziell investieren (trotz wenig Rücklauf zu Beginn), um wieder in Fahrt kommen zu können.
  • Der schwierigste Teil kommt vermutlich erst noch. Je ehrlicher wir uns das eingestehen, desto besser können wir die Enttäuschungen von Ehrenamtlichen auffangen.
  • Wer jetzt als Gast zu einer Veranstaltung kommt, der liebt es wirklich, Kultur-Events zu besuchen. Diese Liebe sollten wir wertschätzen.

Konkret bedeutet das: Wir dürfen nicht die (noch) wenigen, die kommen, durch mangelnden Einsatz bestrafen, sondern sollten vor allem schauen, wie wir die Mitarbeitenden motivieren und mit ihnen so begeisternde Veranstaltungen machen, dass sich neu herumspricht, was man verpasst, wenn man nicht dort war.

Für den Kreis der Ehrenamtlichen lohnt es sich, erst einmal mit einem schönen Fest wieder einzusteigen, gemeinsam zu schauen, was uns während der Pandemie gefehlt hat und dabei auch die Kraft positiver Gefühle neu zu entdecken: Was tröstet uns? Was gibt uns Hoffnung? Wo erleben wir Selbstwirksamkeit?

Zugleich aber sehen alle Beteiligten den dringenden Bedarf an Materialien, Ideen und Konzepten zur Gewinnung neuer Ehrenamtlicher.

2. Hauskreise (Input: Markus Munzinger, Missionarische Dienste, Württemberg)

Damit Hauskreise nach coronabedingter Zwangspause wieder starten können und Menschen zu Gruppen zurückfinden, ist Beziehung ein wichtiger Schlüssel. Diese kann durch einfache Schritte wie Einladungen zum Kaffeetrinken oder Grillen (wieder) hergestellt werden.

Für Menschen, die aufgrund der Ansteckungsgefahr vor Corona Angst haben, sind Freilufttreffen besser geeignet, bei denen die Ansteckungsgefahr deutlich vermindert ist. Über die unterschiedliche Ansteckungsmöglichkeit in Räumen und im Freien zu informieren, kann dabei hilfreich sein. Für Hauskreise, die nicht mehr stattfinden sollen, ist es angebracht, einen Abschied zu gestalten. Für letzteres braucht es eventuell Hilfen und Entwürfe.

Wenn man Hauskreise hybrid gestalten möchte, sind entsprechende technische Bedingungen (gute Mikrofone etc.) sinnvoll. Der besseren Entfaltung der Gemeinschaft dient es, wenn alle Beteiligten gut zu sehen sind. Um die Verbindlichkeit und die Regelmäßigkeit der Treffen zu gewährleisten, sind derzeit Gruppengrößen von 5 bis 7 Personen hilfreich, um Gemeinschaft und Verbindlichkeit zu leben.

Unter Glaubenskursen wird der LUV-Kurs (https://luv-workshop.de/), der sowohl digital als auch präsentisch durchgeführt werden kann, als sehr empfehlenswert erlebt. Eine andere Option ist es, zum Beispiel für Familien aus dem adaptiv-pragmatischen Milieu Unternehmungen in Ortsnähe mit Erlebnis- und Informationscharakter sowie kurzem Verkündigungsimpuls zu gestalten.

3. Kirchenmusik (Input: Markus Mütze, Kirchenmusikdirektor Bautzen-Kamenz)

Die Situation in der kirchenmusikalischen Arbeit stellt sich nach zwei Jahren Corona sehr unterschiedlich dar – von Ort zu Ort und je nach Bereich.

So haben viele Posaunenchöre über die Pandemiezeit hinweg sehr gut Kontakt unter den Mitgliedern gehalten und regelmäßig in Pflegeheimen, Krankenhäusern, auf Türmen oder vor der Kirche geblasen. Für sie ist der Neustart unproblematisch. Einige Chöre haben sich mit den digitalen Kontaktmöglichkeiten arrangiert, sich auf diese Weise getroffen und auch geprobt, sodass auch für sie der Übergang in die Präsenz kein großes Thema darstellt. Andere, häufig in den Großstädten, hingegen haben ihre Proben ausgesetzt. Sie sind nun mehr gefordert, können nicht gleich den nächsten Einsatz vorbereiten, sondern müssen bläserische Grundlagen, Geläufigkeit, Ansatz und vorhandenes Repertoire zum Schwerpunkt machen. Manche haben einen extra Probentag oder Nachmittag geplant, um mit Schwung wieder auf ihr altes Level zu kommen. Problematisch gestaltet sich teilweise die Integration der Jungbläser in die Chöre, welche aus naheliegenden Gründen weniger stattfinden konnte.

Kirchenchöre waren in der Regel ausgesetzt. Digitalen Formaten fehlte das Ziel. Verbindlichkeit in den Proben und krankheitsbedingte Ausfälle erschweren weiter die Planung.

Teilweise braucht es komplette Neuansätze, um Menschen wieder an die musikalische Arbeit heranzuführen.

Für einen Neustart empfiehlt es sich, gesellig zu beginnen, gegebenenfalls zunächst Einzelkontakte aufzubauen und einen einfachen Wiedereinstieg, etwa durch einstimmiges Singen, bekannte Literatur, Üben in Stimmgruppen oder stimmbildende Maßnahmen, zu ermöglichen. Einladeaktionen, Projekte, Probenwochenenden, Workshops und die Kooperation mit externen Partnern wie Schulen und anderen Kulturinstitutionen können helfen und die Reichweite teilweise erheblich erhöhen.

(Nicht nur) für die kirchenmusikalische Arbeit ist es entscheidend, dass unsere kirchlichen Organisationen resilienter, also krisenkompetenter werden und nicht bloß zurück auf alte Pfade gelangen, sondern die Abbrüche als Chance für einen echten Neustart erkennen und nutzen (Stichwort „lazy eight“). Dafür braucht es Leitungen, die Prozesse des Ausstiegs aus alten und des Einstiegs in neue Spiele ermöglichen, schützen und gestalten – und so zu einer Ermöglichungs- und Ermutigungskultur beitragen, in der Verantwortliche ihren Kopf nicht zweimal hinhalten müssen: einmal, wenn sie Neues wagen, und ein weiteres Mal, wenn es schief geht. Gefühlt haben sich kleinere Struktureinheiten als resilienter als große erwiesen.

4. Kinder-, Konfi- und Jugendarbeit (Input: Andreas Lau, Pfarrer, Großrückerswalde)

Gerade in der stark beziehungsorientierten Arbeit mit Kindern, Konfis und Jugendlichen sind analoge Formen fast unerlässlich. Als entsprechend eklatant wurden teilweise die coronabedingten Unterbrechungen erfahren. Entsprechend schnell wurden daher Outdoor-Formate wie Pilgern mit Konfis entwickelt und auch über die pandemische Situation hinaus als Bereicherung weitergeführt. Die Rüstzeitarbeit, deren Wert noch einmal intensiver entdeckt wurde, wurde frühestmöglich wiederaufgenommen.

Gleichzeitig haben sich an bestimmten Punkten auch digitale Kommunikations- und Beteiligungsformen als hilfreich herausgestellt – etwa wenn mit bestimmten Jugendlichen eine Vertrauensebene leichter digital erreicht wird oder Actionbound als Mittel, um Einheiten zu strukturieren und Jugendlichen mehr Selbständigkeit zu ermöglichen, auch über Corona hinaus dauerhaft etabliert werden und Verantwortliche entlasten kann.

Wir haben nie aufgehört – sondern vieles neu erfunden. Ein Restart kann daher keine Aufholjagd sein, sondern erfordert neben der Freude über wiedergewonnene und neue Möglichkeiten auch den Mut zum Weglassen sowie zum Sich-Eingestehen fehlender Kraft. Die Pandemie hat den Baum der Gemeindearbeit, der immer weiter austreibt, weil zum Etablierten stets additiv Neues hinzukommt, beschnitten. Solche Baumschnitte braucht es auch in Zukunft.

An einigen Stellen war schließlich die längere Unterbrechung sogar heilsam. So konnten vermeintlich unverrückbare Normen aufgebrochen neue Formen wie ein Konfirmationstermin im Sommer etabliert und im dritten Coronajahr, selbst in tief traditionellen Regionen wie dem sächsischen Erzgebirge, auch als neue Traditionen, die lang ersehnte Spielräume eröffnet, akzeptiert werden.

Um wieder in Schwung zu kommen, ist Druck kontraproduktiv. Vielmehr hilft es, klar zu bekommen, wonach wir uns sehnen und wohin uns diese Sehnsucht zieht – und wenn wir diese Bilder und Ziele mit anderen teilen können.

5. Kirchenvorstandsarbeit (Input: Martin Simon, Amt für Gemeindedienst, Bayern)

In gemeindlichen Leitungsgremien ist die Sehnsucht nach einem – alten oder neuen – Normal stark. Die Pandemie hat dabei wie eine Lupe gewirkt: Veränderungsprozesse haben sich beschleunigt, Probleme sind sichtbarer geworden. Neben den Prognosen für schwindende Ressourcen und Relevanz und die entsprechend überall nötigen Reformprozessen beschäftigt Gemeindeleitende besonders die Sorge um und für die Ehrenamtlichen.

Die Erfahrungen mit digitaler Gremienarbeit in den letzten zwei Jahren sollten überlegt und gezielt für die Zukunft nutzbar gemacht werden. Digitale und präsentische Sitzungsformate sollten ja nach Thema gewählt und gerade in der jetzigen Phase der Neukonsolidierung KV-Klausuren veranstaltet werden.

Für einen Neustart ist es erforderlich, neue Wege anderer (Fernsehgottesdienste, Nachbarn, Digitales, Diakonisches…) zu wertschätzen und entlastend zu integrieren, von einer Komm- zu einer Geh-Struktur zu gelangen und den Sozialraum vor der eigenen Organisation in den Blick zu nehmen – und dabei Pausen zur Orientierung und zum Kraftschöpfen sowie unterschiedliche Geschwindigkeiten zuzulassen und eine barmherzige und fröhliche Fehlerkultur zu etablieren.

Gemeindeleitungen brauchen Zeit zum Austausch über die Veränderungen, die sie an sich selbst, an Ehren- und Hauptamtlichen, an Gemeindegliedern sowie an den Menschen im Umfeld und in der Gesellschaft wahrnehmen. Für neue Wege gilt es, heilsam zwischen der eigenen Verantwortung als Leitung und Christus als eigentlichem Herrn der Kirche sowie zwischen Reaktivieren, Transformieren, Kooperieren und Beenden zu unterscheiden. Nötig dafür sind die Kombination von Innovation und Exnovation, die Freigabe von Ressourcen, die Bestimmung von Zuständigen, die Bildung von Teams und kontinuierlichen Austausch mit den Verantwortlichen.

Inspiration dafür können Materialien des Prozesses „Profil und Konzentration“ der Ev.-Luth. Kirche in Bayern sowie des Zentrums für Gemeindeentwicklung und Ehrenamt der Evangelischen Landeskirche in Württemberg liefern:

https://afg-elkb.de/themen/kirchenvorstand-gemeindeleitung/gemeindeleitung/

https://www.gemeindeentwicklung-ehrenamt.elk-wue.de/fileadmin/mediapool/einrichtungen/E_gemeindeentwicklung/Ehrenamt/Wie_geht_es_weiter_mit_und_nach_corona_-_Endfassung_23112021.pdf

6. Hybride Gottesdienste (Input: Selina Fucker, Theologin, Sozial- und Kommunikationswissenschaftlerin, Mannheim)

Erfreulicherweise ist das Interesse an Online-Gottesdiensten nach wie vor an vielen Orten ungebrochen. Hohe Aufrufzahlen etwa bei den Angeboten der Creativen Kirche, in der Kirchengemeinde Großbottwar oder der Stadtkirche Düsseldorf stehen hierfür exemplarisch.

Deutlich wurde während der Pandemie:

  • Gerade für hybride Gottesdienstformate bedarf es eines wohlüberlegten Ablaufplans, einer professionellen Mikrofontechnik und dafür bereitgestellter finanzieller Ressourcen.
  • Die Partizipation von Ehrenamtlichen wie auch der Gemeinde (digital und analog) benötigt bei hybriden Formaten eine größere Aufmerksamkeit. Vor allem die aktivere Einbindung der KonfirmandInnen wurde vielerorts als Bereicherung empfunden.
  • Erfahrungen im Digitalen verändern auch den Gottesdienst in Präsenz. So trat der liturgische Gesang bei hybriden Gottesdienstformaten deutlich in den Hintergrund.
  • Es gibt auch nach der Pandemie eine „Fan-Gemeinde“ digitaler und hybrider Gottesdienste, für die diese Formate zur neuen Gewohnheit geworden sind und die diesen nicht selten am Sonntag-Abend digital zeitlich versetzt nachholen, wie Auswertungen von Metadaten der Youtube-Kanäle nahelegen.
  • Hybride Gottesdienste, eigentlich aus der Not der Pandemie geboren, sind zwischenzeitlich vor allem für Weggezogene, Kranke, ältere oder immobile Menschen eine Bereicherung und Möglichkeit, mit der Gottesdienstgemeinde verbunden zu bleiben.

Mit Blick auf Kasualgottesdienste und das Abendmahl haben viele Gemeinden einen pragmatischen Umgang bei hybriden Formaten gefunden und praktizieren diesen auch frohgemut nach der Pandemie, sodass die digitale Gemeinde daran teilhaben kann. Hybride Formate der Trauerfeiern sind hingegen weitgehend eine Leerstelle. Meist wird dies von Bestattungsunternehmen angeboten. Im kirchlichen Raum scheitert dies nicht selten an den äußerlichen Begebenheiten (Trauerfeier im Freien und auf dem Friedhof) und den damit verbundenen fehlenden technischen Möglichkeiten.

Insgesamt zeigt sich, dass digitale, hybride und analoge Gottesdienstformate inzwischen Ausdruck der gegenwärtigen gottesdienstlichen Vielfalt und als je gleichwertig anzusehen und wertzuschätzen sind.

Zum Abschluss wurde an dem häufig geäußerten Wunsch nach verstärkter Arbeit an Themen wie Exnovation, Verabschiedung von Gruppen und Entschlackung der Aufgabenfülle spürbar, welche fundamentale Rolle die Erfahrungen begrenzter Ressourcen und eigener Überforderung für die Zukunft spielen. Die Frage, wie wir zu einem Weniger, zu Entschleunigung und zu einem wirklichen Entscheiden zwischen Gewohntem und Zukunftsträchtigem kommen, wird also – vermutlich mehr noch als die Frage nach gelungenen Innovationen und neuen Rezepten – maßgeblich dafür sein, ob uns als Kirche im Großen wie im Kleinen ein echter Restart! gelingt.