Rezepte gegen Hoffnungsmangel

26. März 2020 | Hans-Hermann Pompe | midi / AMD

Das Schwinden der Hoffnung

Mitte der 70er Jahre kam der englische Theologe Lesslie Newbigin nach 30 Jahren in Indien zurück in seine Heimat England. Newbigin war Missionar, führender Theologe des Weltkirchenrates, Vordenker einer einladenden Mission, erster Bischof der Kirche von Südindien.

Man hat ihn in England gefragt, was für ihn nach dem Umzug von Indien die größte Schwierigkeit war, mit der er fertig werden musste. Er antwortete: „Das Schwinden der Hoffnung“. Wie ein Arzt sagt einer der klügsten Theologen der letzten Jahrzehnte nach 30 Jahren in Asien: Westeuropa leidet an Hoffnungsmangel, an akuter Anelpidose. Suchen Sie Anelpidose nicht im Wörterbuch, ich habe diese Krankheitsbezeichnung neu erfunden.

„Mit einer dramatischen Geschwindigkeit hat unsere zivilisierte Welt im Verlauf eines Menschenalters das Vertrauen in ihre eigene Wertigkeit vollkommen verloren“[1]. Menschen reduzieren ihre Zukunftserwartungen auf ein einigermaßen bequemes Leben, manche erwarten einen nuklearen GAU oder ein ökologisches Desaster, aber nur wenige eine lebenswerte Zukunft.

Gravierender Hoffnungsmangel herrscht in einer der reichsten Gegenden der Welt.

Mangelkrankheiten sind schwer zu identifizieren, weil die Anzeichen meist mehrdeutig sind. Jahrhunderte lang gab es eine Seefahrerkrankheit namens Skorbut: sie beginnt mit Mattigkeit, Haut- und Schleimhautblutungen. Nach langen Wochen auf See wurden die Besatzungen krank, Zähne fielen aus, Matrosen waren arbeitsunfähig. Niemand wusste, woher diese Krankheit kam.

Im 18. Jahrhundert begann man zu ahnen, dass es mit dem Essen zu tun hatte: Wer monatelang nur von Schiffszwieback und Pökelfleisch lebt, wird krank. Wenn man aber diese Hamburger-Diät mit Sauerkraut, Kartoffeln, Zitronen oder anderen Früchten ausreichend ergänzt, tritt kein Skorbut auf. Heute ist klar: Skorbut entsteht durch Vitamin-C-Mangel.

Wir sind wie die frühen Seefahrer

Teile der westeuropäischen Gesellschaft gleichen diesen frühen Seefahrern: Irgendetwas fehlt und lässt die Menschen kurzatmiger werden. Die Seelen erkranken, die Verantwortung für die Zukunft wird verschoben. Anzeichen gefällig?

  • Seit Jahrzehnten wird gefordert, dass Entwicklungshilfe 0,7 % der Staatsausgaben umfassen soll – aber niemand tut’s.
  • Wir schotten Europa ab und wundern uns, dass Verzweifelte um bei uns zu leben lieber riskieren, im Mittelmeer unterzugehen als im Chaos ihrer Heimat.
  • Unser Lebensstil kippt das Weltklima auf dramatische Weise – aber alle machen weiter so.
  • Keine Zeit bisher hat den Tod so verdrängt wie unsere: Gestorben wird unbemerkt in irgendeiner Station.
  • Staatsausgaben gehen immer mehr auf Kosten kommender Generationen.
Wer keine Hoffnung hat, übernimmt auch keine Verantwortung für die Zukunft.

„Lasst uns essen und trinken, denn morgen sind wir tot!“ (Jes 22, 1.Kor 15) So zeichnet die Bibel diesen Lebensstil der Hoffnungslosigkeit. Wenn sowieso alles den Bach runtergeht, dann will ich wenigstens auf den letzten Metern noch Spaß haben. Das ist wie einer, der vom Hochhaus fällt, beim 12. Stockwerk gefragt wird, wie es geht und antwortet: Bisher ganz gut.

Die Kraft der ersten Christinnen und Christen lag in ihrer Hoffnung

Sie kamen von der Auferstehung Jesu her und sie erwarteten seine Wiederkehr. Sie hatten den Anbruch der Zukunft schon erlebt. Als GmbH waren sie unschlagbar, als Gemeinschaft mit begründeter Hoffnung. Sie wussten, wer die Fäden in der Hand haben wird: Der kommende Herr ist kein anderer als der schon gekommene. Er hat zwar verborgen, wie er kommt: Die Bibel ist da sehr zurückhaltend und spricht nur in Bildern. Aber er hat nicht verborgen, wer kommt: „Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit“.

Drei Anwendungen gegen akute Hoffnungslosigkeit

Einer der Schlüsseltexte dieser Hoffnung, Röm 8,22-25, schenkt uns drei Anwendungen gegen akute Hoffnungslosigkeit.

Denn wir wissen, dass die ganze Schöpfung bis zu diesem Augenblick mit uns seufzt und sich ängstet. Nicht allein aber sie, sondern auch wir selbst, die wir den Geist als Erstlingsgabe haben, seufzen in uns selbst und sehnen uns nach der Kindschaft, der Erlösung unseres Leibes. Denn wir sind zwar gerettet, doch auf Hoffnung. Die Hoffnung aber, die man sieht, ist nicht Hoffnung; denn wie kann man auf das hoffen, was man sieht? Wenn wir aber auf das hoffen, was wir nicht sehen, so warten wir darauf in Geduld.

1. Das Seufzen der Schöpfung teilen

„Wir wissen, dass die ganze Schöpfung bis zu diesem Augenblick mit uns seufzt und sich ängstet“. Die Trauer über das verlorene Paradies steckt in jedem Stein, klingt in jedem Geschöpf nach. „Sunt lacrimae rerum“, es gibt Tränen in allen Dingen, ahnt der römische Dichter Vergil wenige Jahrzehnte vor Christus.[2]

Aber nur diejenigen nehmen dieses Seufzen wahr, die selber durch den Geist von Sehnsucht nach Erlösung gepackt sind. Wer diese Sehnsucht nicht kennt, sieht nur die Oberfläche: Elend, Katastrophen, Hunger, Missbrauch oder Gewalt. „Die Schöpfung seufzt mit uns“: Es gibt ein stilles Klagen der unerlösten Schöpfung, das sie dem Seufzen der Kinder Gottes beipackt.

Die ganze Schöpfung „windet sich in Geburtsschmerzen“, formuliert Paulus. Ich hatte das Privileg bei einer Geburt dabei sein zu dürfen und ging heraus mit hohem Respekt vor dieser harten Arbeit. Ein starkes Bild: Etwas Neues entsteht, aber es kommt unter Schmerzen. Es kommt, aber nicht plötzlich, sondern in einem schmerzhaften Prozess, der sich hinziehen kann. „Bis heute“, sagt Paulus, dauern diese Geburtsschmerzen der neuen Welt Gottes an. Die neue Welt Gottes kommt unter den Wehen der alten Schöpfung.

Eine der wichtigsten Aufgaben der Christen ist, dieses Seufzen und diese Schmerzen zu teilen.

Denn die leidende Schöpfung braucht Anwälte und Stellvertreterinnen, sucht Sympathisanten (wörtlich: Mitleidende). Es erfordert Mut, an der Seite der Zerrissenen und Leidenden zu stehen: Unsere Bequemlichkeit will etwas anderes. Aber wer sonst könnte dieses Seufzen teilen.

Wie eine Gebärende, die Schmerzen durchsteht, weil sie sich auf das neue Leben konzentriert, so können Christinnen und Christen die Schmerzen dieser Welt teilen, klagend und betend vor Gott nennen, weil sie von der neuen Welt Gottes wissen.

Bild: Mustafa Cengiz auf Unsplash

Am Bahnhof

Ich stand abends auf dem Hauptbahnhof Wuppertal und wollte jemand abholen. Etwas weiter stand eine verwirrte, ältere Frau, die sich mit den Jugendlichen vom Bahnsteig gegenüber ein Wortduell lieferte. Die provozierten sie, wie Jugendliche in dem Alter halt sind – und die Frau schrie heftig herüber, nicht betrunken, aber verwirrt. Dann verloren die Jugendlichen das Interesse oder stiegen in ihren Zug, jedenfalls schaute sie sich um auf dem Bahnsteig, wer da noch war.

Zuerst dachte ich: Hoffentlich spricht sie mich nicht an.

Dann schämte ich mich dafür: Ich hatte nichts Dringendes zu tun – aber wollte nicht von einer verwirrten alten Frau angesprochen werden. Ich bin dann nicht weggegangen, habe nicht weggeschaut, und so wandte sie sich mir zu, denn alle anderen hatten sich abgewandt, wie ich es erst wollte. Wir haben uns dann kurz unterhalten. Es war kein sinnvolles Gespräch, weil das, was sie mir sagte, wenig Sinn machte. Aber jemand hat ihr zugehört, sie wurde nicht verspottet, und ich habe ihre Verwirrung mit ihr geteilt. Wahrscheinlich brauchte sie nichts anderes als etwas Aufmerksamkeit, sie ließ mich jedenfalls ganz friedlich gehen, als dann mein Gast kam.

Die Schöpfung braucht Kinder Gottes, die an der Seite der Zerrissenen und der Opfer bleiben. Menschen, die das Elend aushalten und davor nicht flüchten, weil sie aus einer starken Hoffnung leben. Es gibt eine Solidarität, die großen Mut bedeutet: Leid und Elend, Trauer und Hoffnungslosigkeit zu teilen, wo keine schnelle Lösung möglich ist.

Es wird irgendwann auch wieder möglich sein: Neben den unheilbar Kranken sitzen, in die Asylwohnheime gehen, zu den Verwirrten ins Altenheim. In Zeiten des Abstands derzeit heißt das: nachfragen, anrufen, für andere einkaufen, sie ins Gebet einschließen. So können wir das Seufzen der Schöpfung teilen. Denn Hoffnung kann aus Liebe standhalten.

2. Den Aufstand gegen die Trägheit wagen

„Auch wir selbst seufzen“ – das klingt überraschend. Immerhin haben wir den Geist Gottes als Anfang des neuen Lebens, als Anzahlung auf die Herrlichkeit erhalten. Müsste da nicht alles Mühsame und Schwere hinter uns liegen? Ist uns nicht der Geist der Freude geschenkt?

Viele von uns kennen diese Anfechtungen: Dass unser Leben wenig widerspiegelt von der Herrlichkeit, die wir uns erhoffen. Stattdessen viel Mühsames, Gegenwind, Scheitern und Versagen. Und wenn wir dann noch einen dieser Christenmenschen treffen, die Sünde und Anfechtung längst hinter sich zu haben scheinen, nur von Siegen erzählen, dann stürzen wir ab. Warum gelingt mir nicht, was anderen so leicht erscheint?

Weil wir auch seufzen, uns sehnen nach der Kindschaft, der Erlösung unseres Leibes. Christsein ohne dieses Seufzen und diese Erwartung ist unehrlich, ist eine Vortäuschung falscher Tatsachen. „Denn wir sind zwar gerettet – doch auf Hoffnung!“ Und gerade die Zerrissenheit, das Unerfüllte, die wachsende Erwartung ist Kennzeichen derer, die Gottes neue Welt kommen sehen.

Seien Sie skeptisch bei allen, die dieses Vorläufige leugnen, abwerten oder verdrängen – die Bibel in ihrer Nüchternheit hält hier die Sehnsucht und nicht die Erfüllung für das Kennzeichen einer tragfähigen Hoffnung: „Die Hoffnung, die man sieht, ist nicht Hoffnung; denn wie kann man auf das hoffen, was man sieht?“

Aber uns sehnen, das dürfen, können, sollen wir! Jesus in den Ohren liegen: Komm doch, Herr! Uns Geschichten der Hoffnung erzählen, damit unser Glaube lebendig bleibt. Kleine Taten der Liebe wagen, die mehr wiegen als große Schlagzeilen. Andere einladen, diesem Gott der Hoffnung ihr Leben zu öffnen. Und immer wieder von Jesus reden, denn er ist unsere Hoffnung.

Die Trägheit des Herzens

Es gibt Resignation, die eine fromme Spielart des Unglaubens ist. Jürgen Moltmann, der Theologe der Hoffnung, beschreibt sie so: „Man sagt zwar, Sünde sei der Hochmut, sein zu wollen wie Gott, aber das ist nur die halbe Wahrheit. Die andere Hälfte der traurigen Wahrheit ist die Trägheit des Herzens, die Traurigkeit der Sinne, die Verzagtheit ... Gott verheißt eine Neuschöpfung aller Dinge, aber Menschen glauben es bleibt alles unveränderlich beim Alten. Gott traut uns soviel zu, aber uns fehlt das Selbstvertrauen“.[3]

Bild: Michael Jasmund auf Unsplash

Franz Kafka hat diese resignierte Trägheit beschrieben: Ein Mann kommt an die Tür, die in den Himmel („Gesetz“) führt und bittet um Einlass. Der Türhüter sagt, er könne ihn jetzt nicht einlassen. Zwar steht die Tür offen, aber der Mann beschließt lieber zu warten. Da sitzt er Jahre und hört immer wieder, er könne noch keine Erlaubnis bekommen. Schließlich ist er dem Tode nahe und fragt zum ersten Mal: „Wieso hat in all den Jahren niemand außer mir Einlass verlangt?“ Der Türhüter antwortet: „Hier konnte niemand sonst Einlass erhalten, denn dieser Eingang war nur für dich bestimmt. Ich gehe jetzt und schließe ihn“.

Der Psychoanalytiker Erich Fromm kommentiert diese passive Hoffnung so: „Viele Menschen sind wie Kafkas alter Mann. Sie hoffen zwar, aber es ist ihnen nicht gegeben, nach dem Antrieb ihres Herzens zu handeln, und solange die Bürokraten ihnen kein grünes Licht geben, warten sie immer weiter“[4]. Erich Fromm war kein Christ, aber er hat geahnt, dass es auf diesen Antrieb des Herzens ankommt, um Trägheit zu überwinden.

Hoffnung hat etwas Aufrührerisches

Hoffende Christen sind Aufrührer gegen die Gesetze von Trägheit und Abwarten. Sie stellen sogar die Regeln und Anweisungen ihrer Kirchen in Frage. Kirchen lieben so etwas nicht. Sie neigen zu Trägheit und zu Vorschriften.

Die Zukunft der Kirchen liegt bei diesen Hoffnungsleuten, die Türen durchschreiten, obwohl alles dagegen spricht.

Alle Reformatoren waren so. Franz von Assisi hat nur Spott geerntet. Luther bekam eine Bannbulle. John Wesley wurden die Kirchen zum Predigen verboten. Bonhoeffer war mit seinem Widerstand gegen den totalitären Staat in seiner Kirche fast allein. Sie hatten eine Hoffnung, die sich gegen Widerspruch in den eigenen Reihen durchsetzen musste. Hoffnung hat immer etwas Aufrührerisches: Eine Kraft aus erneuerten Herzen, die sich nicht mehr abstellen lässt.

3. Die Ausdauer der Ungeduldigen bekommen

Jean Jaures, der französische Sozialist und Philosoph, sagte: „Es kommt darauf an, das Hoffen zu lernen. Die größten Menschen sind jene, die anderen Hoffnung geben können“.

Aber wie wird man ein Mensch, der anderen Hoffnung geben kann?
  • Indem wir Seufzen und Sehnen auf Gott richten. Damit es an der richtigen Adresse landet.
  • Indem wir von Gott Kraft bekommen, die unsere Hoffnung durchsetzungsfähig macht.
  • Indem wir die Ausdauer der Hoffnung lernen. Denn anders als Hoffnungslosigkeit breitet sich Hoffnung nicht von selbst aus. Hoffnung lebt in dieser Ausdauer der Ungeduldigen.

Radikal entsorgt

Der amerikanische Biologe Edward Wilson von der Harvard-Universität hat festgestellt, dass Ameisen eine Weile brauchen, bis sie einen leblosen Nestkollegen als tot erkennen. Nach vielen Experimenten fand er heraus: sie riechen die beginnende Zersetzung - der Auslöser ist Ölsäure. Immer wenn die Ameisen Ölsäure riechen, tragen sie den Körper heraus – sie haben sogar pflichtbewusst Papier auf den Ameisenfriedhof getragen, das Wilson mit Ölsäure betupft hat. In einem letzten Versuch hat er lebende Ameisen mit Ölsäure betupft. Und siehe da, ihre Artgenossen nahmen diese Ameisen und trugen sie auf den Friedhof, obwohl sie protestierend Beine und Fühler bewegt haben. Und dort mussten sie sich erst gründlich putzen, jede Spur entfernen, um nicht bei einer Rückkehr erneuten Abtransport zu riskieren. Der Geruch musste stimmen, sonst wurden sie nicht akzeptiert.[5]

Bild: Thomas Kinto auf Unsplash

Was an Hoffnungslosigkeit erinnert, wird bei uns radikal entsorgt oder übertüncht. Armut und Tod werden gnadenlos mit Optimismus und Jugend überklebt, damit die Hoffnungslosigkeit endlich verschwindet. Leid, Gewalt, Ehebruch, Lüge, Diebstahl, Lieblosigkeit – jede nur denkbare Spielform der Sünde kann einfach umbenannt und damit gesellschaftsfähig werden.

Zeichen der Hoffnung sind da unscheinbarer

Wo Heilung stattfindet, wo gebetet wird, wo Menschen Frieden mit Gott finden, wo Gebeugte aufatmen und Gebundene frei werden, da ist die Presse meist nicht anwesend. Aber Jesus. Denn da schenkt er die Ausdauer der Hoffnung.

Wo unsere Gesellschaft alles radikal entsorgt, was an Hoffnungslosigkeit erinnern könnte, ist lebendige Hoffnung gefragt: Was trägt euch? Warum zerbrecht ihr nicht unter den Spannungen? Wieso seht ihr mit Erwartung in die Zukunft? Und wieso setzt ihr auf Jesus?

Hoffnung ist ein populärer Begriff

In den Suchmaschinen des Internets erhält man unter „Hoffnung“ Millionen deutsche Einträge! Die habe ich natürlich nicht alle geöffnet, aber wenigstens in einige hineingeschaut. Wissen Sie, was man lange unter der Adresse www.prinziphoffnung.de fand? Nicht den Philosophen Ernst Bloch, sondern einen Fanclub des Vfl Bochum – sie haben allerdings inzwischen die Seite wieder freigegeben. Vielleicht ist dies angesichts mancher Tabellenplätze von Traditionsvereinen der richtige Name.

Fußballfans setzen auf Hoffnung, wo Tabellenstand oder Finanzsituation wenig hergeben. Wie viel mehr dürfen die Christinnen und Christen hoffen, wo die Auferstehung Jesu alles hergibt. Diese Hoffnung ist die Ausdauer der Ungeduldigen: etwas erwarten was wir nicht sehen, weil wir an den glauben, der jetzt schon die Zukunft besitzt.

Zum Vertiefen

  • Erleben Sie Zeichen der Hoffnungslosigkeit in unserer Gesellschaft, teilen Sie das Seufzen der Schöpfung?
  • Resignierte Trägheit: Wie und wo kann der Aufstand dagegen beginnen?
  • Welche Zeichen der Hoffnung können Sie setzen?

[1] L. Newbigin, Salz der Erde, Neukirchen-Vluyn 1985, 12.

[2] Vergil, Aeneis, 461b-462.

[3] J. Moltmann, Theologie der Hoffnung – heute und morgen, Brennpunkt Gemeinde 5/04, 164f.

[4] E. Fromm, Revolution der Hoffnung, rororo 6887, 16.

[5] Nach Philip Yancey, Gnade ist nicht nur ein Wort, Wuppertal 2002, 180f.

Titelbild: Monika Grabkowska auf Unsplash