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Tagesordnung spirituell durchdringen

Biblischer Leitsatz

Es ist gute Gewohnheit, Sitzungen mit einem biblischen Impuls oder den Losungen zu beginnen. Aber allzu schnell wird die biblische Kernaussage vergessen und spielt für den weiteren Sitzungsverlauf kaum noch eine Rolle. Hier hilft das mehrfache und unkommentierte Wiederholen eines Bibelverses während der Sitzung. So kann dieser dann unverhofft wieder im Laufe der Sitzung aus dem Unterbewussten auftauchen und zur praktischen Orientierungshilfe werden.

Anwendungshinweise

Auswahl Der Sitzungsleiter wählt einen Bibelvers oder Teil eines Liedverses aus. Der Text sollte nicht mehr als 12 Worte umfassen.

Sichtbarkeit Der ausgewählte Text wird so auf eine Pinnwand oder Flipchart geschrieben, dass er während der Sitzung für alle gut lesbar ist.

Erklärung Die Gremienmitglieder werden gebeten, den Bibeltext bei den Wiederholungen nicht jedes Mal neu zu „durchdenken“, vielmehr ihn immer wieder neu aufzunehmen und darin zu ruhen. Er fällt immer wieder ins Unterbewusste, prägt dort den Hörer und seine innere Gestimmtheit in der Sitzung.

Vorlesen Bei der Verständigung über die Tagesordnung wird auch der Text vorgelesen.

Einleitung Nach der Nennung eines neuen Tagesordnungspunktes (TOP) wird jedes Mal wieder auf den biblischen Leitsatz hingewiesen. Beispielsweise: „Wir kommen nun zum TOP 4: Kindergarten Schlossweg. Davor wollen wir noch einmal auf den biblischen Leitsatz hören“.

Vorlesen Der biblische Leitsatz wird vorgelesen, aber nicht kommentiert.

Stille Mit einer kurzen Pause anfangen. Bei Stille-Erprobten dann auch länger.

Übergang Der Sitzungsleiter leitet zur Bearbeitung des TOP über.

Variation

Austausch am Ende der Sitzung: „Wie ist es Ihnen mit dem Bibelvers im Sitzungsverlauf ergangen?“

Klärende Stille

Plötzlich ereifern sich Gremienmitglieder bei einem Tagesordnungspunkt. Es wird immer hitziger. Die Diskussion dreht sich im Kreis. Lösungen rücken in weite Ferne. Hier ist es hilfreich, die Endlos-Diskussion durch eine klärende Stille zu unterbrechen. Die Beteiligten treten von ihren festgefahrenen Positionen innerlich zurück und fokussieren sich auf Gott. So kommt die Diskussion danach wieder in konstruktivere Bahnen.

Anwendungshinweise

Generelle Klärung Wer kann eine klärende Stille erbitten? Der Diskussionsleiter Kraft seiner Beauftragung? Jedes Gremienmitglied durch Wortmeldung, Zuruf oder Heben einer Gebetssymbolkarte?

Unterbrechung der Diskussion Ca. 5 bis 10 Minuten. Bei kürzeren Zeiträumen gelingt es nicht, wirklich still zu werden.

Start der Stille Der für die Stille Verantwortliche spricht einen kurzen Gebetssatz, beispielsweise: „Herr, segne unsere Stille vor dir“.

Leitfragen der Stille Diese Fragen stehen entweder auf der Gebetssymbolkarte oder werden visualisiert (Beamer, Flipchart, Whiteboard).

  1. Ich: Warum habe ich so diskutiert?
  2. Wir: Was kann ich zum weiteren konstruktiven Miteinander beitragen?
  3. Gott: Will Gott mir etwas sagen?

Abschluss der Stille Die Stille wird vom Verantwortlichen durch einen kurzen Gebetssatz beendet, wie etwa: „Herr, danke für die Stille“.

Fortführung der Diskussion Die Diskussion wird wieder aufgenommen.

Variation

Gremien, die mit dem Umgang von Stille vertrauter sind, können…

  • die Leitfragen auch ganz weglassen.
  • eine Resonanzrunde an die Stille anschließen. Jeder, der möchte, sagt kurz und bündig einen Gedanken. Die anderen Gremienmitglieder hören zu und kommentieren nicht.
TOP-Gebet

Kaum eine Sitzung, die nicht unter einer übervollen Sitzungsagenda in kirchlichen Umbruchzeiten leidet. Wenn Peter Böhlemanns Statement stimmt: „Nicht Gemeindeaufbaukonzepte, besonders viele Mitarbeiter oder bestimmte Leitungsmodelle sind der Schlüssel für wachsende Gemeinde, sondern das Gebet“, dann ist Gebet kein zusätzlicher „Zeitfresser“, sondern es kann als Gottes-Geist-Wirken Energie freisetzen, um die Tagesordnungspunkte (TOPs) mit Mut und Zuversicht anzugehen.

Ausgangssituation

  • Die TOPs liegen gut sichtbar für jeden vor.
  • Die TOPs wurden durch eine Beschlussfassung angenommen.
  • Es folgt entweder eine „Gebetsstille“ oder eine Zeit des „Bittens“.

Gebetsstille

  • Der Sitzungsleiter eröffnet eine 3 bis 4 minütige Stille durch einen kurzen Gebetssatz.
  • Jedes Gremienmitglied geht in der Stille für sich die Tagesordnung durch und erbittet für die ihm besonders wichtigen Punkte Gottes Inspiration und seinen Segen.
  • Abschluss der Gebetsstille.

Bitten

  • Einführungsgebet des Sitzungsleiters: „Jesus Christus, du bist als Herr der Kirche durch deinen Heiligen Geist jetzt gegenwärtig. Erhöre unsere Bitten“.
  • Die Gremienmitglieder beten mit vorgegebenen Einleitungsworten (s.u.) für die TOPs, die ihnen besonders am Herzen liegen.
  • Jeder Gebetsbeitrag beschränkt sich auf einen Gebetssatz für einen TOP.
  • Mehrere Beter können für denselben TOP beten.
  • Wer möchte, kann mehrmals beten.
  • Die Einleitungsworte sind entweder unter der schriftlich vorliegenden Tagesordnung notiert oder werden mit Flipchart oder Beamer sichtbar gemacht (Wir bitten dich um: deine Weisheit für…; Kreativität für…; Durchblick bei…; Einigkeit bei…; Hilfe für…; gute Entscheidungen für…)
  • Abschluss der Gebetszeit.