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Gremienspiritualität als Thema entdecken

Sehnsuchstweg

Religion ist ein Tabu-Thema. Glaubensfragen sind aus dem privaten und öffentlichen Gespräch verdrängt worden. Als Christen haben wir Teil an dieser Mentalität. Das ABC der Spiritualität ist ein guter Einstieg, um über diese Thematik ins Gespräch zu kommen. Bei den Erfahrungen der kostbaren Nähe Gottes tauschen wir uns über die persönliche Spiritualität aus. Abschließend spüren wir den Sehnsüchten nach einer gemeinsamen Spiritualität nach.

ABC der Spiritualität

  • Gemeinsame Erschließung des Themenfeldes „Spiritualität“ durch Sammlung von Wort-Assoziationen.
  • Auf einer Tapetenrolle wird das ABC mit Großbuchstaben aufgeschrieben.
  • Die Gremienmitglieder schreiben ihre Assoziationen zum Begriff „Spiritualität“ je nach Anfangsbuchstaben verteilt auf die Tapetenrolle.
  • Die Ergebnisse werden vom Moderator vorgelesen.

Kostbare Nähe Gottes

  • Jedes Gremienmitglied denkt für sich darüber nach, in welchen Situationen, Begegnungen, Erlebnissen es schon einmal die Erfahrung der Nähe Gottes gemacht hat.
  • Jeder notiert eine Erfahrung auf einer Karte in Form eines Edelsteins/Goldbarrens (Vorlagen im Internet).
  • Die Karten werden in der Mitte um eine Kerze/ein Kreuz herum auf den Boden gelegt.
  • Die Karten werden schweigend gelesen.

Sehnsuchtswege gehen

  • Gemeinsam werden Ideen gesammelt, wie das Gremium zukünftig spirituelle Elemente stärker in seiner Arbeit berücksichtigen möchte. Leitfragen können sein:
  1. Welche Formen gemeinsamer Spiritualität sehen wir für unser Gremium
    als hilfreich an?
  2. Was kann das ganz konkret für die Sitzungsgestaltung bedeuten?
  3. Sind wir bereit, auch Neues auszuprobieren? Wer könnte wie neue Impulse einbringen?
Gottoffenheit

Gremienarbeit im Kontext von Säkularisierung, Abbrüchen und Reformstress will sich der Kraft und Orientierung vergewissern, die in der Begegnung mit dem lebendigen Gott liegt. Die folgenden Ideen geben Impulse für ein Gespräch über persönliche Erfahrungen und Erwartungen an eine gemeinsame Spiritualität. Gotteserfahrung, und sei sie noch so fragmentarisch, ist der inspirierendste Kraftspender heute, um die Kirche für morgen zu bauen.

Wir müssen einen Ausschuss bilden

  • Thematische Einstimmung mit dem Lied von Manfred Siebald. Lied und Text sind bei YouTube, www.scm-shop.de oder im Internet zu finden. Gesprächsfragen können sein:
  1. Was löst der Text bei Ihnen spontan aus? Aha-Erlebnis, Befremden, Zustimmung, Ärger?
  2. Können Sie sich als Gremium im Text wiederfinden?

Gremienspiritualität: Sehnsucht, Programmatik, Zugänge

  • Gespräch über den Begleittext
  • Welche Erfahrungen haben Sie persönlich mit gemeinsamer Spiritualität gemacht? Wo gelungen? Bereichernd? Motivierend? Wo unangenehm? Aufgesetzt? Scheinfromm?
  • Was halten Sie von der Kernaussage des Textes: „Eine lebendige Gremienspiritualität möchte das Abwägen von Sachfragen, Diskutieren und Entscheiden mit Impulsen aus dem Hören auf Gott in Gebet, Stille, Bibellesen und Austausch in Beziehung bringen“?

Anwendungshinweise: Aufbruch wagen?

  • Die Gremienmitglieder (GM) stellen sich entlang einer Linie im Raum auf. Auf ihr werden 5 beschriftete Karten zum Statement: „Wir wollen neue spirituelle Wege ausprobieren“ angebracht: sehr dafür, dafür, neutral, dagegen, sehr dagegen.
  • Nach der Aufstellung erklärt jedes GM seine Position.
  • Im Gespräch wird der Konsens ausgelotet und das weitere Vorgehen besprochen.
  • Sind wir bereit, auch Neues auszuprobieren? Wer könnte wie neue Impulse einbringen?
Gottesmomente

„Gottesmomente sind ein Geheimnis. Sie bleiben überraschend. Unser menschlicher Beitrag ist unser Privileg: aktiv darauf zu warten“ (Isabel Hartmann, Reiner Knieling). Diese Kurzformel „Aktiv warten“ kann für ein Gremium bedeuten: Wir probieren neugierig verschiedenste Spiritualitätszugänge, tauschen uns über unsere Erfahrungen damit aus und sind gespannt, ob, wo und wie sich darin Gottesmomente für unser Gremium zeigen.

Anwendungshinweise

Vorverständnis Es gibt einen gemeinsamen Konsens im Gremium darüber, dass neue Spiritualitätszugänge ausprobiert werden.

Initiativteam Wer trifft die Auswahl der Methoden, die ausprobiert werden sollen? Der Vorsitzende? Interessiertes Gremienmitglied? Team von 2-3 Personen?

Auswahl Das Initiativteam wählt 5-6 Methoden aus. Z.B. aus vorliegender Toolbox oder aus einer Sammlung „geistlicher Übungen“ (s.a. Arbeitshilfen).

Präsentation Die Methoden werden erklärt, Rückfragen geklärt und das Einverständnis erfragt: „Können Sie sich auf diese Methoden einlassen?“ Freiwilligkeit betonen.

Erprobung In jeder Gremiensitzung wird passend zum Verlauf der Sitzung eine Methode ausprobiert.

Austausch Am Sitzungsschluss erfolgt eine Evaluation der jeweils erprobten Methode aus persönlicher Sicht. „Wer möchte erzählen, wie es ihm mit der Methode erging?“ Feedback ist in Bezug auf die eigene Person, das Gremium, die Ortsgemeinde oder Kirche möglich.

Nachjustieren „Hilft uns diese Methode für unsere Arbeit?“ Wenn sie weiterhin praktiziert werden soll: „Was sollten wir beim nächsten Mal anders machen?“

Perspektive Nach dem Ausprobieren der 5-6 Methoden wird geklärt, wie weiter vorgegangen wird.