arrow-down-thick arrow-down arrow-right burger close download external facebook instagram magnifier marker pinterest plus resize-horizontal snapchat tiktok twitter upload wrench youtube

Als Team zusammenwachsen

Gremien-Speed-Dating

Bei Speed-Dating denkt man sofort an Partnerschaftsvermittlung. Ursprünglich bedeutet es aber, in kurzer Zeit mit vielen Menschen in Kontakt zu kommen. Diese Variante ermöglicht auf lockere Weise, dass Gremienmitglieder am Beginn der Sitzung oder auch zwischendurch miteinander persönlich ins Gespräch kommen. Das kann zu mehr Kennenlernen und gegenseitiger Wertschätzung sowie einer entspannteren Sitzungskultur beitragen.

Anwendungshinweise

  • Der Verantwortliche erstellt 15 Karten mit vorgegebenen Satzanfängen (siehe unten).
  • Jeder Teilnehmer zieht eine Karte.
  • Zwei Teilnehmer bilden eine Gruppe. Der erste liest den Satzanfang seiner Karte vor und der zweite führt diesen spontan und ohne viel zu überlegen zu Ende. Dann ist der andere an der Reihe. Nun müssen die Beiden ihre Karten tauschen.
  • Jede Runde wird durch ein Tonsignal beendet.
  • Die Partner werden getauscht. In kleinen Gruppen spontan, in größeren wird ein Innen- und ein Außenkreis gebildet, wobei sich immer nur die Teilnehmer des äußeren Kreises weiterbewegen.
  • Das Speed-Dating wird nach 5 bis 10 Minuten beendet.

Satzanfänge

  • Mich begeistert es, wenn
  • Am Gottesdienst ist mir wichtig, dass
  • Es ärgert mich, wenn
  • Meine Lieblingsgeschichte aus der Bibel ist
  • Mit anderen zusammen möchte ich gerne mal
  • Mich irritiert am christlichen Glauben
  • Eine Person, die mich geprägt hat, ist
  • Meine Kirchengemeinde ist mir wichtig, weil
  • Ich bewundere Menschen, die
  • Um Gott zu erleben hilft mir
  • In meinem Leben ist mir besonders wichtig, dass
  • Mein Wunsch für unsere Gemeinde ist, dass
  • Mein Traum ist
  • Inspiration zum Glauben bekomme ich aus
  • Mich treibt in letzter Zeit um, dass
Beziehungsweise

In Gremien treffen Menschen verschiedenster Lebenssituationen, Prägungen und Überzeugungen aufeinander. Jeder bringt seine Erfahrungen mit, die er mit Kirche oder Glauben gemacht hat. Deshalb ist es wichtig, dass in Sitzungen immer wieder Gelegenheiten eingeplant werden, in denen dieser Reichtum an Leben ausgetauscht wird. Man lernt sich mehr zu verstehen, wertzuschätzen und zu vertrauen, was sich wiederum positiv in schwierigen Entscheidungssituationen niederschlägt.

Anwendungshinweise

Grundgedanke Diese Austauschrunde dient dem gegenseitigen Kennenlernen der einzelnen Gremienmitglieder (GM).

Fragenbereiche

  1. Mein aktuelles Ergehen: Wie geht es mir gerade, was bewegt mich gerade?
  2. Das Teilhaben an der aktuellen Lebenssituation der einzelnen GM beeinflusst das Wohlbefinden aller in der Gruppe. Man fühlt sich als Mensch und nicht als Gremienfunktionär wahrgenommen.
  3. Mein Blick auf die Ortsgemeinde/Kirche: Was beschäftigt mich, wenn ich an meine Ortsgemeinde, an meine Kirche denke?
  4. Dadurch, dass jedes GM in anderen kirchlichen Zusammenhängen steht, weitet sich durch diesen Austausch bei allen das Bild von Kirche und Reich Gottes.
  5. Mein Glaube: Welche Erfahrungen mache ich derzeit mit meinem Glauben?
  6. Hier haben Freude und Begeisterung, aber auch Zweifel und Leid ihren Raum und man lernt als christliche Weggemeinschaft zusammenzustehen.

Austausch Wer möchte, kann im Austausch zu einem oder mehreren der drei Bereiche etwas mitteilen. Dabei hält sich jeder kurz. Je nach Gruppengröße sollte ein Beitrag die Zeit von 1-2 Minuten nicht überschreiten. Persönliche Rückfragen finden Raum in einer Sitzungspause oder am Sitzungsende.

Einsatzmöglichkeit Sitzungsanfang, Start nach der Pause oder als Tagesordnungspunkt zwischendurch.

Resonanzrunde

„Im Hören geschieht die Öffnung zum Du und beginnt wirkliche Kommunikation“ (Willi Lambert). Dies gilt für die Begegnung mit Gott ebenso wie für den zwischenmenschlichen Austausch im Gremium. Die Resonanzrunde hilft, dass alle Argumente aufmerksam gehört, die Sichtweise aller bewusst wahrgenommen und die persönlichen Anliegen dahinter verstanden werden. So kann Gottes Geist durch echtes Zuhören Standpunkte verändern und neue Handlungsoptionen eröffnen.

Anwendungshinweise

Einsatzsituationen Einblick in das persönliche Ergehen, Sammeln von Ideen, Abwägen von Argumenten, Reflexion von Lösungsstrategien, Austausch nach Bibelimpuls, Sitzungsrückblick.

Ablauf Nachdem der Sitzungsleiter das Thema oder die Fragestellung formuliert hat und eine Zeit für das Sortieren der Gedanken gegeben wurde, ist jedes Gremienmitglied eingeladen, dazu reihum seine Meinung mitzuteilen.

Gesprächsregeln

  1. Wir begegnen einander in einer wohlwollenden Grundhaltung des Verstehen-Wollens.
  2. Persönliches und Vertrauliches wird nicht nach außen getragen.
  3. Jeder bestimmt selbst, ob und was er sagen möchte.
  4. Es wird in Ich-Form gesprochen.
  5. Jeder spricht kurz, konkret und fokussiert.
  6. Jeder äußert seine Meinung in eigenen Worten, selbst dann, wenn sein Vorredner einen ähnlichen Standpunkt einnimmt.
  7. Der eigene Standpunkt wird einmal benannt. Bei Wiederholungen greift der Gesprächsleiter behutsam ein.
  8. Jeder erklärt nur seine Meinung und greift nicht die anderen Standpunkte an.
  9. Nachfragen zum Verständnis sind erlaubt, aber es wird keine Diskussion angefangen.
  10. Keiner bewertet die Äußerungen anderer, auch wenn er mit ihnen nicht einverstanden ist.